Sonntag, 6. September 2009

Hallo liebe Freunde,

inzwischen befinde ich mich in Shenyang. Mehr Infos dazu sende ich euch die Tage, jetzt erstmal alles „alte“ was noch offen ist.


Die Kaufkraft des Geldes

Ich möchte euch eigentlich keine wirklich lange Geschichte dazu erzählen, sondern euch nur ein paar Beispiele geben um denen, die es interessiert einen kleinen Einblick in Chinas Preise zu gewähren. Wichtig ist, dass man im Hinterkopf behält, dass die Leute hier für die selbe (wenn nicht wahnsinnig härtere ) Arbeit deutlich weniger verdienen als wir in Europa. [20% der chinesischen Bevölkerung verdient weniger als 100 kuai, das sind ca. 10 Euro, im Monat.] Und noch zum Verständnis wenn über chinesisches Geld gesprochen wird: 1 Renminbi (RBM) ist das gleiche wie ein Yuan bzw. das gleiche wie ein Kuai. Umgangsprachlich und im Alltag hört man nur die bezwichnung Kuai. Aber jetzt Schluss mit laber laber und die Fakten auf den Tisch:

Joghurt: 5-8 kuai (also ca. 5o bis 80 cent, es gilt immer ca. 1:10)

48 Bleistifte im Set (gestern gekauft): 17 kuai

Eine Dose Cola: 2 kuai

Lolli: 5 Mao (0,5 kuai) also 5 cent

Toiletpaper: 10-20 kuai

5 bananen und 4 apfel und 4 apfelsinen im fruitshop: 11 kuai

1 min telefonieren im selben district: 2 mao

t-shirt: 20-30 kuai

notebook: 3000 kuai or more(real electronics are very expensive in china)

faked i phone (may just work for one week..): 400 kuai

900 GB Stick (ja, in China gibt es wirklich alles..aber ob es funktioniert ist ne andere frage): 70 kuai

average restaurant dinner: 20- 30 kuai

food at a canteen (enough for dinner): 3-5 kuai


14 Stunden Trip - auch ohne Drogen und Alkohol

Am 22.8 haben wir mit fast allen vom TTC einen tollen Ausflug gemacht: Wir waren im Summer Palace, eine der Hauptattraktionen Chinas und auf dem Tienanmen Square, hatten Beijing Duck und waren bei einer absolut gigantischen acrobatic show.

Der Summerpalace ist echt sehr cool. Wegen dem riesen See hab ich mich da wirklich ein bisschen wie daheim gefühlt, aber aufgrund der gigantischen Menschenmassen und all dem chinesischen Zeugs um einen rum, irgendwie auch nicht so ganz. Es wäre nen total cooler Ort um ganze Tage dort zu verbringen, ein Buch zu lesen und Eis zu essen, wie man es bei uns am See ja so macht. Aber dort geschieht genau das Gegenteil. Morgends um 7.30 stürmen die Touristen den Park, stürzen sich in Tretbote und schubsen sich vor den besonderen Gebäuden. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen krass, aber so ist es auch. Ich bin orftmals gar nicht erst hin zu den gaaaaanz tollen Bilder, sondern hab mir die anderen 800 außenrum angesehen. :) Auf der anderen Seite gab es dann wieder Plätze im touristenüberfüllten Summer Palace, an dem alte chinesien Tai Chi machen oder mit ihren Instrumenten da sitzen und singen oder gar zu chinesischer Popmusik Quadrille tanzen und dann findet man plötzlich eine einsame Ruine und hört die Vögel singen. Das ist wirklich alles passiert.







Danach hatten wir eine Riksha Tour durch die Hutongs. Das war so cool.. man fühlt sich ja so oder so in China schon wahnsinnig wichtig, da doch einige Fotos von einem machen und man so auffällt, aber bei der Riksha Tour war das absolut deluxe! :D Ein freundlicher Chinese strampelt sich für einen ab, kracht immer um ein Haar mit anderen Rikshas oder Autos zusammen und bemüht sich dennoch scheiße freundlich zu sein. Das war echt lustig.

Der Tienanmen ist da weniger aufregend.. es ist einfach ein gigantisch gigantischer Platz, der momentan restauriert wird und so bis auf das riesige Mao Bild nur grüne Abdeckfolie und viele Menschen zeigt. Wir hatten leider nicht allzu viel Zeit da um die Sache wirklich unter die Lupe zu nehmen, aber so besonders scheint es nicht. Aber mal ehrlich..was soll an einem riesigen ge

pflasterten Platz schon besonderes sein (außer das riesen Mao Bild, dass wir ohnehin gesehen haben)??

Die große Überraschung des Tages war dann die acrobatic Show! Jeder dachte, dass ist eh nur touristen Pfusch, aber es war ehrlich ziemlich gut und faszinierend. Im Prinzip hat man das meiste schon gesehen, aber chinesen legen doch einfach immer gerne einen drauf. Europäer gehen hoch, Chinesen gehen höher.. Europäer fahren zu 7 gleichzeitig auf einem Rad, Chinesen schaffen das auch mit 14 (das machen die tatsächlich). Und dazu kommt das total fanatische Verrücktsein nach Buntem, sodaas die ganze Show eine wunderbar küstlerische Farbenpracht war. Es hat wirklich viel Spaß gemacht.

Am selben Abend dann noch haben wir die geschichte Many Man angehängt um den Tag abzurunden..


Much Man

Zurück an der UIBE nach dem Trip gabs einen jungen Mann der über den Rest des Abends entscheiden durfte: Der coole, nette Lee! Denn: It was Lee's birthday! Und Lee, meine Damen und Herren, ist schwul und so war es keine große überraschung, dass wir uns aufgemacht haben in Beijings (und Chinas) einzigen offisziellen Gay-Club! Es war einfach nur cool das Gebäude zu betreten und hunderte Männer um einen rum zu haben (und ca. 3 chinesische Lesben), die aber absolut nicht an einem Interessiert sind und dann kommen die boys aus unserer Gruppe zu uns Mädels und bitten uns, sie vor dem Typen, der sie die ganze Zeit anstarrt, zu retten. Das war so einmalig cool :D Hinzu kommt, dass die da nen bouncing dancefloor haben, der sich mit der Musik mitbewegt. Das ist einfach mal so abgefahren!! :D


'Food, oder sowas in der Art' oder auch 'Musikstunde'

Arg viel will ich dazu eigentlich gar nicht sagen, man sollte es live miterlebt haben oder auch zumindest das coole Video gesehen haben:

In dem Song handelt es sich um eine wahre Geschichte, Tascha hatte tatsächlich eine Kippe in ihrem Mittagessen in der Kantine.

Der Song darüber ist kurz danach vor unseren Wohnungen entstanden und das völlig ohne Stifte, Papier und Instrumente.

Es war eine einmalig geniale spontanaktion aller Beteiligten. Einfach nur großartig!













'Der freie Fall' oder auch ' Where the hell are we right now and who ist this stange guy next to me?'

Es war am Tag nach dem Ausflug und der Gay Bar: Sandra hatte keine 4 Stunden geschlafen als es wiedermal hieß: Are u coming as well? Und ich 'YES' antwortete. Und dann gings auch schon los. Raus aus der UIBE zu den Taxis, aber die wollten nicht so weit fahren! Daher haben wir uns dann entschlossen auf Variante 2 umzusteigen: Den Bus. Und das klingt leicht und gut, aber das war es definitiv nicht: Wir sind mit dem Taxi zur Bushaltestelle, von der der 917 Bus aber irgendwie nicht fährt und haben so einen Bus zur richtigen Bushaltestelle genommen (das ganze hat schon über 1 Stunde gedauert) und dann an der Bushaltestelle nochmal ne halbe Stunde auf den Bus gewartet, bis wir endlich im richtigen Bus saßen. In dem fuhren wir dann friedlich 2 Stunden land.... 2 Stunden?!?! Moment.. das dauert hier viel zu lange!! Per Wörterbuch-Übersetzung haben wir dann festgestellt, dass wir unser Ziel so nicht erreichen können und sind im absoluten Nowhere outside of Beijing (d.h. Almöde ohne Alm) an nder Bushaltestelle gestanden. Letzendlich hat uns von da ein illegales Taxi für zu viel Geld an unser Ziel gebracht: Ein Kleiner See in den Bergen bei dem man BUNGEY JUMPING kann!!! :D Hoch gings den Berg mit nder Seilbahn, dann befestigen die 2 lappige Dingerchens an deinem Fuß und Schwupdiwups sind wir 4 da runter gesprungen (so schwumpdiwups ging das nicht, aber irgendwie schon, denn nach ner weile rumgejammere haben einen die netten Helfer einfach geschupst!): Und dann kam der absolut geniale freie F all direkt auf den nicht tief genugen blauen See zu :) und das Seil hat einen, obwohl man nicht wirklich daran geglaubt hat, doch gehalten und man bounced da in der luft rum und bekommt jedes mal, wenns wieder abwährts geht eine neue Herzattacke! Super cool und lustig..Aber dann war der Spaß leider auch schnell wieder vorbei: Wir mussten irgendwie unseren Weg zurück finden, und wenn das genauso lange dauern würde wie die Hinfahrt, dann würden wir es nicht mehr am selben Tag schaffen. Unser illegaler Taxifahrer hatte auf uns gewartet (wir haben ihm vor dem Sprung kein Geld gegeben :D ) und wir haben mit ihm ausgemacht, dass er uns zurück zum Tienanmen Square bringt für weitere 300 kuai. Und so geschah das dann auch, bis der Fahrer 30 km vor Beijing plötzlich im Nirgendwo anhielt und mehr Geld wollte. Es war dunkel draußen, wir mussten heim unser Assignment machen, dass wir am nächsten morgen um 8 abgeben sollten, ich hatte den ganzen Tag über absolut nichts gegessen und war voll erledigt und da fängt der Pisser an zu stressen! Am liebsten hätten wir ihn erwürgt, aber dann wären wir auch nicht heim gekommen.. Letztendlich haben wir es doch geschafft, dass er uns weiter fährt, aber nur bis an den Stadtrand. Von da aus haben wir dann die U-Bahn bis zurück zur Uni genommen. So verlohren wie an dem Tag, habe ich mich glaube ich noch nie in meinem Leben gefühlt gehabt.

(das Video von mir beim Springen habe ich leider noch nicht, denn es wurde nicht mit meiner Camera aufgenommen.. ich hoffe ich kann das bald nachliefern.)


The Tree

Im Tree, einem Restaurant in einer dunklen Ecke der San Li Tun Bar Street, gibt es die absolut beste Pizza von Beijing. Das Restaurant wurde dafür sogar mehrmals mit einem Award ausgezeichnet und es ist wirklich einmalig genial! Man bezahlt im Tree zwar fast europische Preise, aber das Essen ist jeden Cent wert, nachdem man hier auf absolutem Käseentzug ist und alles andere Essen nie langfristig satt macht. Die Chicken Roma Pizza gehört definitiv auf die Liste der einmaligen Erlebnisse in China.











Ein Traum wird wahr: Shopping for free!

An der UIBE hatten wir eine Karte vom TTC Staff für die Canteen bekommen, aber schon nach kürzester Zeit hatten wir herausgefunden: Das Plastikding kann mehr als das, es ist die Erfüllung eines langjährigen Wunsches. Zudeutsch: Man konnte mit dem Dingchen im Supermarkt auf dem Campus bezahlen und es war so viel Geld drauf, dass man das wirklich nur mit wahnsinnig viel mühe hat leershoppen können. Es war soo cool.. man ging in den Supermarket, nimmt sich den teuersten Orangensaft, die importierten Kekse und ein Set neue Flizstifte, stellt sich an die Kasse und die Karte bezahlt.. und das mehrmals am Tag! :D Das war absolut genial und ein wahrer Traum! Hier in Shenyang weinen wir wirklich alle unserer Shoppingkarte hinterher- denn so billig sind Lebensmittel eben doch nicht!

Montag, 24. August 2009

News

Ich bitte um ein paar mehr Stunden Geduld fuer die folgenden Beitraege:

- Die Kaufkraft des Geldes
- 14 Stunden Trip - auch ohne Drogen und Alkohol
- 'Food, oder sowas in der art' oder auch 'Musikstunde'
- Much Man
--> party le 2
- 'Der freie Fall' oder auch ' Where the hell are we right now and who ist this stange guy next to me?'
- The Tree
- Ein Traum wird wahr: Shopping for free!

Falls jemand von euch eine orginelle Geschichte einfaellt, die diesen Titel tragen koennte: Los gehts, schreib einen Kommentar..fuer orginelle Antworten bekommt jeder eine Postkarte! :)

Freitag, 21. August 2009

AWESOME!

Guys, I love it!

Heute waren wir in Dengshikou (Stadtteil von Beijing) und haben so ca alles gegessen, was uns in den Weg gekommen ist. Das Fleisch war in der Regel immer schon geschnitten und aufgespießt, die Skorpione aber z.B. haben am Spieß noch alle kräftig um ihr Leben gezappelt, als sie auf den Grill gelegt wurden. Ich hatte (ich hoffe ich bekomme noch alles zusammen):
Kleine Skorpione und große (die Kleinen sehr gut, die Großen absolut eklig!)
Seepferdchen (Knusprig, fast geschmacklos.. vllt ein bisschen salzig.)
Schlange (eine kleine Dünne, knusprig wie ein Stock!)
Raupen (Schleimig und Vitaminreich! Ne.. schleimig nicht, gegrillte Insekten sind iwi einfach knusprig, außer …)
Maden oder sowas in der Art (das war wirklich eklig!)
Salamander (einfach nur knusprig, sieht aber krass aus.)
Herz vom Huhn (gut, ein bisschen gummiig)
Lamm-Penis (ziemlich gut!)
Hund (traurig aber wahr: Das was das absolut beste, dass ich probiert habe. Das Fleisch ist wahnsinnig zart. Mit der Ansicht bin ich nicht alleine, jeder der es probiert hat mochte es!)
Chicken & Pork (zum abrunden ganz am Schluss, aber im vergleich zu allem davor fast schon ein bisschen langweilig.. ;) Nach 2 Stunden war uns aber allen ziemlich schlecht, dennoch hatten wir aber irgendwie hunger. Daher sind wir danach einfach zum Mc-Donalds um uns von so viel asiatischer Esskultur zu erholen.

Am Freitag war ich Sightseeing im Lama Temple, einem Buddistischen Tempel mit hunderten Buddas. Dort haben sie den großten aus einem Holz geschnitzten Budda der Welt: Er ist 18m groß und auch ziemlich breit (5 oder 6 m?). Die Buddastatue ist dafür sogar ins Guinnes Buch der Rekorde gekommen. Ziemlich faszinierend, von den Statuen durfte man aber leider keine Fotos machen.

Am Samstag waren wir in einem electronic Markt viertel. 1000de kleine Sony-Stores und Apple Stors und Acer und was auch immer in ein paar Gebäude gepresst. Leider ist Electronik in China genauso teuer wie bei uns..und da man nie ganz sicher sein kann was gefälscht ist und was nicht habe ich letzendlich lieber doch nichts gekauft.

Heute bin ich das erste mal wirklich ganz alleine Unterwegs gewesen. Ich wollte die Hutongs (das ist so eine art Überbleibsel einer Altstadt, meistens Wohnhäuser, sher viele niedrige auf wahnsinnig engem Raum) und ich hab die Subway genommen, muss aber danach in die falsche Richtung gelaufen sein und hab sie nie gefunden. Aber das ist nicht schlimm, dafür habe ich anderes erlebt: Ich habe einen Schischa Laden gefunden und mit Hand-Fuß-Sprache eine Schischa für Mitch, einen super coolen Kiwi, als Geschenk gakuft. Danach habe ich, bei der verzweifelten Suche nach einer Toilette, ein mega riesen Kaufhaus betreten (davon gibt es in Beijing wie es aussieht tausende). Das Shoppingcenter war seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr westlich, eigentlich genau wie ein deutscher Amerikaabklatsch wie das Lago in Konstanz (nur natürlich 100 mal so groß) mit H&M, Zara, Swatch und Celvin Klein. Da habe ich mich dann in den Starbucks gesetzt um mein Assignment zu machen und habe mich zum ersten mal ein bisschen Homesick gefühlt und gleich Kathrin eine SMS nach Deutschland geschrieben. Mc Do und amerikanisches Megakaufhaus an einem Tag war einfach zu viel für meine langsam chinesisch werdende Seele. ;) Aber so richtig Heimweh habe ich absolut nicht, hier ist es viel zu toll, alle sind nett und cool (ok, fast alle) und es gibt viel zu viel zu erleben und tun.

Vielleicht jetzt noch einen kurzen Abschnitt über das, wofür ich hier bin: Das TTC Programm. Wir haben 5 Tage die Woche Unterricht, von 8.45 bis 16.00 (Mit Mittagspause und co) und müssen alle paar Tage was schriftliches Abgeben, dass dann auch benotet wird. Morgen werde ich mein 3. Assignemt fertig machen, darin geht es um „How to write a lesson plan“ und das da vor war über „Dialogues ( Listening & Speaking)“. Der Unterricht insgesamt ist nicht ganz einfach, aber auch nicht super schwer. Es ist total interessant, die englische Sprache mal aus einer anderen Sicht auseinander zu nehmen. Es geht viel mehr um Methodik und Language Awarness, hauptsächlich im bereich Sprechen und Hören und nicht wie in der Schule um Schreiben und Übersetzen und Kommentieren. Total krass finde ich die Grammatikstunden: Alle Nativespeaker sitzen da und verstehen kein Wort (manche wussten ehrlich nicht was ein Adverb oder Adjektiv ist) und die meisten Non-Natives sind total die Checker... leider gehöre ich da nicht so ganz dazu, aber ich bin immernoch Meilen besser als die Briten und co. :D Alles in allem finde ich den Kurs relativ anspruchsvoll und interessant, aber es ist einfach scheiße wieder in einem Klassenraum zu sitzen und seinem Lehrer zuzuhören. Aber da man das Wissen wirklich braucht, in 2 Wochen soll ich ja immerhin als Englischlehrer vor einer Klasse stehen, ist das ok.

So, mein letzter Abschnitt für heute: Party!!!!! Das haben wir hier auch nicht zu kurz kommen lassen.. Man findet praktisch jeden Abend jemanden der ausgeht, auch wenn nur für 3 Bier in irgendeine Bar in der Sun Li Tun Bar Street (das Taxi dort hin kostet ca. 22 Kuai, dass sind ~2,2 € für 15?km). Wir haben einen wirklich coolen (dreckigen) Pub im Hu-He-Lake gefunden und dort einen wirklich gigantischen Abend verbracht: Eigentlich wollten wir nur auf 2 Bier und eine Schischa los, geendet hat das ganze mit verschiedenen Shots und 3 Flaschen Vodka (zu 7.) mit Drinkspielen (Ring of Fire und Never Have I Ever) und 2 haben auch ordentlich gekotzt. Es war absolut witzig :D Gestern waren wir in einer Sportsbar. Da kann man, solange man trinkt, umsonst Basketball im Käfig oder sowas wie Airhokey oder Tischfußball spielen. In Beijing ist einfach immer was los und so langsam wissen wir wo man hingehen kann.

Nun aber gute Nacht, hier ist es schon halb 3 und ich schafe immer noch nicht, weil ich euch schreibe..
Liebe Grüße aus Beijing,
eure Sandra mit viel Insekten in ihrem Bauch.




















Donnerstag, 13. August 2009

Ni Hao!

Endlich sind wir alle raus aus der Quarantäne, free to explore Beijing. Und tatsächlich war in den letzten 3 Tagen einiges los!



Ich war an der großen chinesischen Mauer und Ming Tombs, bei den Olympia2008 Stadien, shopping in dem vermutlich unübersichtlisten Shoppingcenter der Welt und habe mit Beijings High Society (als Westler gehört man da automatisch dazu, schon alleine weil es europäisches Preisniveau hat) durch die Nacht getanzt.



China ist an absolut verrücktes Land, das kann ich euch sagen. Es ist echt wunderbar wie einem hier tatsächlich Klischee nach Klischee bestätigt wird. :D Z.B wenn es um die Babys, die anstatt Windeln einfach Hosen mit Schlitz drin geht oder um den Verkehr. Unser Busfahrer hat beispielsweise den Bus mitten auf einer Straße mitten in der Innenstadt umgedreht- 200 hupende Autos waren das Ergebnis und er war glücklich doch noch in die richtige Richtung zu fahren. Niemand hier will warten müssen an der Kreuzung, deshalb fahren dann alle gleichzeitig und müssen anhalten, bevor sie in der Mitte zusammenkrachen. Das Ergebnis ist dann ein Verkehrschaos, dessen Auflösung weit länger dauert, als kurz anzuhalten und den anderen durchzulassen.
Oder das Klischee der Millionen Chinesen auf einem Fleck: Es existiert!! Jeden Abend so um 8 treffen sich rund 2000 Chinesen auf dem Sportplatz des Campus, alle in so weissen Anzuegen, und machen Tai Chi. Das ist einfach absolut irre.


Das Wetter in Beijing ist wirklich nicht angenehm. ICH SCHWITZE!! Ja, Sandra, die mit den normalerweise 5 Pullis und der extra dicken Strumpfhose. Das Problem ist aber wirklich nicht die Temperatur, sondern die Luftfeuchtigkeit. Erst heute wieder haben Julien und ich stöhnend feststellen müssen, dass es einfach viel kälter ist wenn man weiter läuft (wegen dem „Wind“) als wenn man stehen bleibt. Normalerweise bleibt man ja lieber im Schatten stehen, aber den gibt es in Beijing eh nicht, denn die ganze Stadt ist ja vom Smog umhüllt, das merkt man daran das der Himmel eigentlich nie ganz blau ist, sondern immer einen ziemlichen Grauton, selbst wenn 100%ig keine Wolken da sind, auch die Sonne ist nicht wirklich strahlend, man kann sie auch ohne Sonnenbrille jederzeit unter die Lupe nehmen.



China ist wirklich billig. Natürlich nicht alles, es kommt drauf an wohin man geht, wie gut man handelt und was man kauft, aber eine Schale Reis, hier in der Cafeteria der UIBE, kostet umgerechnet so ca. 5cent und eine Packung Waschpulver ganze 35 cent, wenn man das teuerste nimmt, dass sie da haben.



Zum Thema Englischkenntnisse kann ich nur sagen: KATASTROPHE!!!! Man würde ja erwarten, dass zumindest in der Hauptstadt eines Landes, z.B. an der Rezeption der „University of International Buisiness & Economics“ irgendjemand Englisch kann, aber: NO WAY!!! sowas kann doch hier keiner... Chinesisch ist sowieso die bessere Sprache von beiden ;) Das Sprachproblem macht viele Sachen wahnsinnig kompliziert: Wir waren Abendessen in einem Hot Pot Restaurant, d.h. man wirft das Fleisch und co einfach in warmes (scharfes) Wasser, holt es irgendwann wieder raus und isst das. Bis wir tatsächlich gemanaged hatten, was wir wollen und co, hat ewig gedauert, obwohl die Person sogar schlecht (für chinesische Verhältnisse aber schon ziemlich gut) Englisch konnte. Und wie viel am Ende die Rechnung sein würde, konnten wir absolut nicht einschätzen, weil wir nicht wussten, was free of charge war und was nicht, wie z.B die Getränke, die uns gebracht wurden, ohne das wir je welche bestellt hatten...

Gestern waren wir im Vics, dieser High Society Disco, die ich vorhin schonmal erwähnt hatte. Nachts um 4 oder so saß ich mal 5 min alleine an der Bar, alle von unserer Gruppe waren am Tanzen, aber ich war zu erledigt in dem moment. Da kommt so ein ca. 40 jähriger Chinese zu mir, irgendwer wahnsinnig wichtiges, und läd mich auf ne Zigarette und einen Drink zu seinem Tisch, der mit Fruchtkorb und 5 Extra-Servicekräften ausgestattet war, ein. Da habe ich dann innerhalb von 20 min sicherlich 20 Gläser gelernt- „Gan Bei!, trocke das Glas!“ , einer der wenigen Chinesischen Sätze die ich inzwischen verstehe und auf die ich richtig zu reagieren weis. Das ging dann so lange, bis mich einer von TTC, der ein bisschen chinesisch kann gerettet hat . :) Aber totaaaaaaaal cool.. Sandra am wichtigesten Tisch im Club – mit Extraeinladung! Wieso hat davon eigentlich keiner ein Foto gemacht?


Ich hatte gerade Abendessen in der Cafeteria. Einen Teller voll Gemuese-Fleisch-Sosse dings (so aehnlich wie bei uns beim Chinesen) und ne Schale Reis dazu. Ratet mal we viel das gekostet hat! Die Loesug dazu gibts dann im naechsten Poste.


Oh man, ich könnte ich noch sooooo viel erzählen, aber ich sollte los, hier gibt es so viel zu tun und erleben. Zum Schluss noch einen Gruss an all die lieben Raucher: Eine Schachtel Zigaretten kosten hier umgerechnet zwischen 30 und 50 cent... :D Liebe Grüße aus China!

Sonntag, 2. August 2009

Kleines Gewitter



Es hatte vor dem Essen gestern 20 min geregnet. Das war das Ergebnis. :)

Freitag, 31. Juli 2009

finally arrived

Liebe Freunde der Nacht (hier ist es 2 Uhr..). Jetzt bin ich also gut in China -heißt es Kina oder Schina, wir haben darüber schon diskutiert, aber keine Antwort gefunden- angekommen. Die Leute sind alle nette Europäer (und 1 Ami), die hier mit mir im tollen Quarantäne-Hotel angekommen. Meine Tasche kam erfreulicherweise in Einzelteilen an, aber so weit ich es mitbekommen habe, ist sogar noch alles dran. Die am Flughafen irgendwo waren so nett da ne Frischhaltefolie notdürftig drum zu machen,super, oder?
Meine aktuelle Körpertemperatur beträgt ca. 36,6 °C. Das weis ich so genau, da sie morgends um 7.3 0Uhr und Nachmittags um 3 Uhr gemessen wird und jeder, der über 36,8 °C kommt, gilt als Verdächtigt und muss ein 3. mal messen. Aber bislang hat hier niemand die Swine Flu und auch keinerlei Anzeichen.
Ob das allerdings auch im anderen Hotel, mit den Amis und Engländern, die als "High Risk" eingestuft sind, so ist weis hier niemand und es ist ja auch egal solange wir hier unseren Spaß haben.
Heute haben wir chinesisches Monopoly (ja, Monopoly in einem "sozialistischem" Staat...ich werde morgen mal ein Foto davon machen und schicken) gespielt. Da die Zahlen ja gleich sind, konnte man die Miete relativ easy herausfinden, aber bei den Ereigniskarten war es einfach nur Raterei. Die kleinen Bildchen nebendran waren aber immer eine tolle Hilfe. Das ganze ging so: "Ohhhh...look, he has 2 Children on his arm, that means to pay taxes because of the one child policy" und dann musste man die Anzahl, das war das einzig lesbare, bezahlen..oder falls das Bild anders war durfte man Geld einstecken. Insgesamt wahnsinnig spaßig!
Ich könnte euch noch sooooo viel erzählen, gleich nach 1 Tag! Aber da es hier schon so spät ist (fast 3) und ich um halb 8 meine Temperatur checken lassen muss, sollte ich jetzt in die Heia. Also bis bald. :)

Donnerstag, 30. Juli 2009

Save n Sane

Hallo an alle in Deutschland,
gerade sitze ich auf dem Flughafen in Seoul. Wir sind über die Nacht geflogen und um ca. 13.00 Uhr koreanischer Zeit (ca. um 6 bei euch) gelandet. Ich habe ca. 1 Stunde geschlafen letzte Nacht und bin eigentlich voll fertig, aber auf dem schönen Flughafen hier gibt es Duschen4free :D und so habe ich mir für 2 € ein Handtuch geliehen und fühle mich jetzt wieder richtig gut.


Auf dem einen Foto seht ihr links einen Asiaten, der offensichtlich nicht ganz am richtigen Schalter ansteht (in Frankfurt)
Das andere Bild ist hier der Flughafen in Korea. Ich hänge gerade auf einem von diesen grauen Dingern rum, hinten im Eck neben dem süßen schlafenden Mädchen :)



Heute Abend um 7 gehts dann weiter nach Beijing! Bis dahin heißt es: Die Mädels kennen lernen (wir sind tatsächlich bei den Deutschen nur Mädels dieses Jahr, da der eine Junge noch zuletzt abgesprungen ist und erst im Januar fahren kann) und rumgammeln. Aber das wichtige (besonders für Mama): Mir geht es, abgesehen von der Müdigkeit, gut.
Also bis bald,
eure sau coole Sandra